
Auskünfte
Für Ihre individuelle Gesundheitsfürsorge lassen Sie sich vor Reiseantritt
bitte von Ihrem Arzt beraten! Auskunft über notwendige Impfungen erhalten
Sie über ein Brasilianisches Konsulat oder das Gesundheitamt. Den aktuellen
Überblick über die momentan notwendigen Impfungen erfahren sie über das
Auswärtige Amt, klicken Sie bitte hier.
Auslandsreise-Krankenversicherung
Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschliessen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen. Die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport in die BRD können nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden, da diese Kosten
von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht erstattet werden.
Erste Hilfe
Erste Hilfe mit fremdsprachigem Personal in Rio: Klinik Souza Aguiar, Praça da República 111, Tel. 021/ 22964114. Die Bezahlung erfolgt bar. Apotheken sind gut bestückt. Das Personal hat aber meist keine pharmazeutische Ausbildung.
Deutschsprachige Ärzte in Rio de Janeiro
Allgemeinärzte- Internisten: Dr. Carlos Mayr, Avenida Nossa Senhora de Copacabana, 680 salas 1013-1016, Copacabana, Tel.: Praxis: 0055 21 2255 9393, Privat: 2237 4212; Mo., Di., Do., Fr. von 12.00 - 19.00 Uhr, Mi. von 15.00 - 19.00 Uhr.
Dra. Monica Wolf, Rua Visconde de Pirajá, 595 sala 909, Ipanema, Tel.: Praxis: 0055 21 2259 7891 und 2512 5162, Privat: 2287 3335 und 2247 2896 Mo. bis Fr. von 14.00 - 18.00 Uhr.
Augenärzte: Dr. Romano Neurater und Dr. Rogério Neurater, Avenida Nossa Senhora de Copacabana, 1120 sala 901, Copacabana, Tel.: Praxis: 0055 21 2287 8346 u. 2521 0645, Privat: 2205 5175 u. 2245 0475, Mo., Fr. von 8.00 - 13.00 Uhr und nach Vereinbarung.
Gelbfieber
Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht in den ausgewiesenen Gelbfieber-
gebieten Brasiliens (Acre, Amapá, Amazonas, Goiás, Maranhão, Mato
Grosso, Mato Grosso do Sul, Pará, Rondônia, Roraima, und Tocantins
sowie bestimmte Regionen von Minas Gerais, Parana und São Paulo).
Rio de Janeiro gehört nicht zu den ausgewiesenen Gelbfieber-Gebieten.
Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nach-
drücklich die Impfung bei Reisen in diese Gebiete. Für das Dreiländer-
dreieck im Grenzgebiet zu Paraguay, sowie in den angrenzenden
argentinischen Provinzen entlang des Uruguay (v.a. in den Provinzen
Missiones und Corrientes) wird ebenfalls ein Impfschutz gegen Gelb-
fieber empfohlen.
Tollwut
Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmassnahme für Reisende gilt, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder Belecken von im Falle von Schleimhäuten oder Wunden-, Blut- bzw. Speichelkontakt durch
streunenden Tiere sowie bei Bissen oder direktem Kontakt durch Fledermäuse ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.


Leishmaniose
Erkrankungsfälle werden landesweit, v.a. im Nordosten, ganzjährig ge-meldet. Die meisten Erkrankungen werden aus Mato Grosso do Sul und
aus dem Westen Sao Paolos berichtet. Vor allem Kinder unter 15 Jahren
und Erwachsene mit eingeschränkter Immunabwehr (z.B. AIDS-Kranke)
sind betroffen. Für Reisende besteht nur ein geringes Infektionsrisiko. Die
Erreger sind kleine Parasiten die durch Sandmücken übertragen werden.
Diese Mückenart ist vor allem nachts aktiv und sticht vorwiegend an
Stellen dünner Haut (z.B. Knöchel, Hände, Füsse, Gesicht und Nacken).
Die Stichstellen jucken zumeist lange und stark. Die Infektionsgefahr kann
jedoch durch gute Mückenschutzmassnahmen deutlich verringert werden.
Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis &
Wurmerkrankungen
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektions-
krankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr,
Lambliasis, Wurmerkrankungen) die durch verunreinigte Speisen oder
Getränke übertragen werden. Daher sollten stets sorgfältige Nahrungs-
mittel- und Trinkwasser-Hygienemassnahmen durchgeführt werden. Ein
Hepatitis A-Impfschutz wird generell empfohlen. Bei Reisen unter einfachen
hygienischen Bedingungen, in Regionen mit erhöhten Typhusvorkommen,
ist ein Typhus - Impfschutz ebenfalls sinnvoll. Vor dem Verzehr und Kauf
von Lebensmitteln aus billigen Strassenrestaurants und von Märkten wird
gewarnt.
AIDS
Erkrankte in ganz Brasilien laut WHO 128.821, Infizierte HIV+ ca. 550.000.
Betroffen sind vorwiegend Städte. Die Schutzmassnahmen (Präservative)
sind hinreichend bekannt.
Cholera
Cholera-Erkrankungsfälle werden vor allem aus dem Nordosten des Landes, aus dem Staat Pernambuco, gemeldet. Die Infektionsgefahr bei Touristen
ist dennoch sehr gering (ca. 1 : 500.000). Daher sind sorgfältige Hygiene-
massnahmen stets empfohlen. Von Passagieren die über den Schiffsweg die
brasilianischen Häfen auf Frachtschiffen anlaufen, wird zuweilen der Nach-
weis einer Cholera-Impfung gefordert. Reisende die durch Luft- oder Land-
weg nach Brasilien reisen sind von dieser Regelung nicht betroffen.
Malaria
Risikogebiete: Amapá (v.a. im Norden und im Tal des Jari), Rondônia (v.a.
nördliche und nordwestliche Teile) und Roraima (v.a. westliche Teile). Desweiteren besteht ein Risiko in den Regenwaldgebieten unter 900m innerhalb der Staaten der Legal Amazônia: Acre (v.a. Siedlungsgebiete in den Tälern von Acre, Abuna, Tarauacá und entlang des Highway zwischen Tarauacá und Cruzeiro), Amazonas, Maranhão (v.a. im Westen), Mato
Grosso (v.a. im Norden), Pará (ausser Belém City), und Tocantins (v.a.
nördliche und zentrale Araguaia-Region, sowie in einigen südlichen
Bezirken) Kein Malariarisiko: an der Ostküste, Iguaçu-Wasserfälle und
Städte (ausser im Amazonasbecken). Malaria-Art: 1 % Malaria tropica
(P. falciparum), 79 % Malaria tertiana (P. vivax); Malaria tropica Vor-
kommen höher in den neuen Bergbau-, Minen- und Holzabbaugebieten
Übersicht der Brasilianischen Botschaft über notwendige Impfungen
im Internet: www.brazil.org.uk
