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Rio de Janeiro, Brazil, Brasilien - City Guide -
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Favela-Tour ....       

 

Favela = Portugiesische Bezeichnung für Armenviertel. Man schätzt, dass 

zur Zeit (2004) etwa 30 % der Einwohner Rio de Janeiros in Favelas

leben. Favelas sind weitgehend unabhängig von der offiziellen Stadt-

verwaltung organisiert, oft unter der Leitung des Anführers des dortigen

Drogenkartells. Die größte Favela ist Rocinha im Stadtteil São

Conrado mit ca. 250.000 Einwohnern.

 

Zur Einstimmung: Snoop's Video - gedreht in Rio de Janeiro - finden

sie hier (80 Kbps, Real Player erforderlich).

 

Marcelo Armstrong (Marcelo Armstrong's Favela Tour,  Tel. 021/9989-0074

mobile, or 021/3322-2727; Internet: Favelatour) ist lizensierter

Fremdenführer und führt Favelabesichtigungen in Rio de Janeiro

länger als jeder andere - seit 1993 - durch. Kosten für die dreistündige

Führung: R$60 inklusive Transfer. Ein Teil des Geldes geht als Spende

an eine Schule, die von den Teilnehmern besichtigt wird. 

 

 

 

       Cruising ...

 

Ein sehr interessanter Ausflug ist eine organisierte Motorrad Tour. Rough

Trip (Tel. 021/2572-9991 oder 021/9323-8404; Internet: Roughtrip)

organisiert "Ein-Tages-Trips" und andere Touren mit Enduros oder

Strassenmaschinen. Die sechs Stunden dauernde City-Tour führt zu

Rio's schönsten Stränden und danach in die Berge hinauf. Geniessen sie

dort den fantastischen Blick auf die Stadt. Kostenpunkt: R$300 bzw.

ca. Euro 120 pro Motorrad (incl. Ausrüstung, Versicherung und Sprit). 

Eingefleischte Motorradfahrer sollten den Ein-Tages-Trip nach Búzios in

Erwägung ziehen. Notwendig: Internationaler Führerschein. Jeder Fahrer

kann einen Beifahrer gratis mitnehmen.

 

 

 

Feira de Hippie ...

 

Zur Einstimmung ein Radiobericht des SWR3? Dann klicken sie bitte hier

Elch und weg: Markttag in Rio de Janeiro; 01:55 min vom 01.09.2003.

 

Die Straßen von Ipanema sind voll. Badelatschen, Wickelröcke,

Stringtangas, Kurzwaren - auf dem Hippiemarkt gibt es einfach alles.

Hat ihr bester Freund mitbekommen, daß Sie nach Rio fahren und Sie

gebeten, ihm einen ausgestopften Piranha mitzubringen? Kein Problem,

auf dem Hippie-Markt von Ipanema finden den auch! Der offizielle Name

ist Feira de Artezanato de Ipanema (Messe der Handarbeiten und Künste

Ipanemas), aber noch heute nennt man diesen Markt "Feira de Hippie",

eine Reminiszenz an die 70er Jahre. Jeden Sonntag trifft sich hier halb

Rio. Wer etwas Besonderes sucht, findet auf dem Markt in Ipanema

sonntags typische Speisen, handgemachte Kunstwerke, brasilianische

Musikinstrumente. So 9-18 Uhr, Praça General Osório, Ipanema.

 

 

 

 "Roquette-Tour" ....

 

Ein Riesenspass!!! Cultural Rio (Tel. 021/9911-3829 Mobil, or 021/3322-4872; Internet: Culturalrio) wird gemanaged von und gehört Herrn Professor Carlos Roquette, einem (ein-)geborenen Carioca und gleichzeitig Self-Made Experte in (fast) allem was seine Heimatstadt betrifft. Egal wie ausgefallen ihre Wünsche sind, ihr persönlicher Reiseführer hat für alles eine Lösung parat. Die sticknormalen Touren nennen sich: Colonial Rio, Baroque Rio, Imperial Rio, Art Deco Rio, Black Rio, A Night at the Opera, Styles in Rio und Modern Rio. Aber es gibt eine Menge mehr, you name it, he will make it ... Der hippste Tip in unserem City Guide Rio de Janeiro!

 

 

 

Floresta da Tijuca ...

 

Der Parque da Tijuca - eröffnet 1961 - befindet sich auf ehemaligen Kaffee-Plantagen und ist heute die "grüne Lunge" der Stadt Rio de Janeiro. Der Wald ist üppig und grün, voller Pflanzen, Bäche und Wasserfälle, mit gebirgigem Terrain und hohen Gipfeln. Der Park auch ist die Heimat vieler unterschiedlicher Tierarten, darunter auch Vögel, Leguane und Affen.

Die von der staatlichen Tourismusbehörde angebotenen Touren führen durch den Tijuca-Wald und zur Pedra Bonita. Aus Sicherheitsgründen sollte man Trekking-Touren im Gebiet des an die Elendsviertel grenzenden Parks immer nur in Gruppen und in Begleitung ortskundiger Führer unternehmen. Am besten wandert man jedoch im Nordwestteil (Parkeingang bei Alto da Boa Vista). Dort kann man  auch in gut drei Stunden den 1.021m hohen Pico da Tijuca erklimmen, den höchsten Punkt Rio's. Der Ausblick auf die Guanabara-Bucht bis hin zum "Finger Gottes" bei Petrópolis ist überwältigend.

Öffnungszeiten: Täglich von 08:00 - 18:00 UhrA dresse: Estrada da Cascatinha, 850, Floresta da Tijuca, - Rio de Janeiro - RJ. CEP 20531-590  Tel.: (21) 570-4389

 

 

 

Well, I' ll take the Sikorsky ....

 

 

Ziemlich cooler Trip, wenn auch nicht ganz billig. Rio besitzt eine ganze Reihe von Flugschulen/Betreibern, die Hubschrauberflüge über die Stadt anbieten. Zwei Anbieter seien aufgrund ihrer Qualität an dieser Stelle empfohlen: Helisight (Tel. 021/2511-2141; Internet: Helisight) und Sky Center Rio (Tel.: 2437-4592 oder 7817-3526, Internet: Skycenter, Mail: skycenter@skycenter.com.br ). Die genauen Preise für die unterschiedlichen Rundflüge können den Websites entnommen werden. Kosten: ab R$150 (US$50) pro Person einen 6-Minuten Rundflug um die Christus Statue auf dem Corcovado, nach oben unbegrenzt. Minimum 3 Personen pro Flug.

 

 

 

     Rent-a-Bike ...

 

Angenommen sie haben nur einen Tag Zeit und wollen alle Highlights der Stadt die sich in Strandnähe befinden auf originelle Art erkunden. Dann leihen sie sich doch einfach ein Fahrrad und radeln los. Rio besitzt ca. 74 km an Radwegen. Sie reichen vom Zentrum über Copacabana und Ipanema bis nach Barra da Tijuca. Sonntags wird eine Spur der Strandpromenade nach Ipanema und Leblon für PKW's gesperrt und ist für Jogger und Radfahrer reserviert. Immer Dienstag abends finden organisierte Rad-Touren von Leblon nach Flamengo statt. Fragen sie ihren Hotelportier oder wenden sie sich an die folgenden Verleiher: - Bicycle Hire, Figueiredo Magalhães 285 s. 303, Copacabana, Tel.: (021) 257 1726), ab R$15 pro Tag. - Copacabana Palace Hotel, Fahrradverleih direkt vor dem Hotel, Avenida Atlantica, Copacabana. - Rio By Bike, Tel: (021) 2491 0718 Fahrradverleih und -ausflüge.

 

 

 

Candomblé ... 

 

Der Candomblé ist eine afro-brasilianische Religion, die hauptsächlich in Brasilien, aber auch in angrenzenden Ländern praktiziert wird. Ursprünglich wurden Candomblé-Kulte ausschließlich von den eingeschleppten Sklaven  praktiziert. Die Zeremonien wurden von der katholischen Kirche verboten. Trotzdem überlebte der Kult über vier Jahrhunderte und breitete sich seit dem Ende der Sklaverei beträchtlich aus. Candomblé ist in Brasilien eine etablierte und weitestgehend anerkannte Religion, mit Anhängern in allen Gesellschaftsklassen und zehntausenden Tempeln. In neueren Umfragen haben 2 Millionen Brasilianer (1,5% der Gesamtbevölkerung) erklärt, dass ihre Religion Candomblé ist. Einen Überblick über die Veranstaltungen (diese sind normalerweise weder für Touristen organisiert noch sind solche  unbedingt erwünscht finden sie hier. Falls sie teilnehmen möchten, wenden sie sich am besten ihren Hotelportier oder an "den Mann für alle Fälle" Herrn Professor Carlos Roquette (siehe "Roquette-Tour" oben). Um einen ersten Eindruck zu gewinnen was sie bei einer solchen Zeremonie erwartet, können sie sich auch ein Video des ZDF-Mittagsmagazins über Salvador da Bahia anschauen (ca. 7 Min. Länge; Windows Media Player erforderlich). Etwa in der Mitte des Films sehen sie einen Kurzbericht über einzelne Rituale des Candomblé. Zum Anschauen klicken sie bitte hier

 

 

 

    Bootsausflug ...

 

Saveiros Tour (Tel. 021/2224-0313; Internet: Saveiros) bietet unter

anderem 3 Stunden Touren zur Bucht von Guanabara auf einem umge-

bauten Fischkutter. Kosten: R$25 (ca. Euro 10), inklusive Fruchtsnacks.

Abfahrt 9:30 Uhr, Dienstag bis Freitag, Treffpunkt: Glória Marina (Metrô:

Glória). Die Fahrt geht vorbei an der Ilha Fiscal, man sieht den Zuckerhut

vom Wasser in der Guanabara Bucht siht man das beieindruckende

Fortaleza Santa Cruz, das einst die Einfahrt zur Bucht sicherte. 

 

Millionaires-Tour: T.b.d.

 



  
Juttas Kommentar


Ist die Teilnahme an einer organisierten Tour durch eine Favela moralisch zu vertreten? Ich meine ja, denn viele Veranstalter spenden einen Teil des Geldes für gemeinnützige Projekte innerhalb der jeweiligen Favela. Außerdem schärft eine direkte Konfrontation mit dem Elend der Bewohner den Blick für die ökonomischen Realitäten in Brasilien und anderen "Dritte-Welt-Ländern".